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Taktik & Strategie beim Straight Pool (14/1e)

Pool Billard hat sehr viel mit Wissen zu tun. Bälle zu lochen ist eine notwendige Fähigkeit um am Tisch zu bleiben, reicht aber nicht aus, um gut zu spielen. Positionsspiel ist genauso wichtig wie Bälle zu lochen. Aber was heißt das eigentlich, Positionsspiel?

Eine der effektivsten Mögichkeiten sowohl das Lochen zu perfektionieren und das Positionsspiel zu lernen ist es 14/1e zu spielen, auch als Straight Pool bekannt. Besonders der sog. kleine Positonsbereich ist hierbei gefragt, bei dem man die "Weiße" nur wenig bewegt um auf den nächsten Ball zu stellen.

Auch das sog. "pattern play" wir hier trainiert, die Fähigkeit Muster (pattern) zu erkennen, die es einem erlauben, einfache Stellungen zu spielen, anstatt Positionen mit hohem Aufwand an Effet und Geschwindigkeit zu erzwingen.

Wer fleißig 14/1e spielt (was man hervorragend auch alleine tun kann), der wird schnell merken, dass auch die 8-, 9- und 10-Ball-Fähigkeiten sich verbessern. Das liegt schon alleine daran, dass man beim 14/1e sehr oft stößt und durch diese hohe Stoßfrequenz immer besser locht und stellt.

Da man viel schreiben kann, es aber besser ist zu sehen, haben wir euch auch an dieser Stelle ein paar Videos zusammen gestellt, die wir für wertvoll erachten. Schaut selber:

Mike Sigel - Instructional Vido (Perfect Straigt Pool)

Man muss Mike Sigel nicht unbedingt mögen. Er hat seinen Spitznamen "The Mouth" nicht umsonst, denn er liebt es - mehr noch als Earl Strickland - mit dem Publikum zu reden und sein eingenes Spiel zu kommentieren. Nicht alle Gegner schätzen es, wenn sie von ihm vollgesungen werden, was auch nicht gerade die feine Art beim Billard ist.

Allerdings haben wir bisher wenig Videomaterial gefunden, das so schön, die verschiedenen Möglichkeiten zeigt Breakbälle beim 14/1e zu spielen. Überseht einfach die "üble" 80-Jahre Mode. Mike Sigel weiß sehr genau, von was er hier spricht.

Wer sich für Mike Sigel interessiert, der kann mal hier schauen:

 

 

Niels Feijen | 304 ball run in straight pool

Niels Feijen ist momentan einer der besten Pool-Spieler der Welt, insbesondere einer der besten All-Around-Spieler. Er ist in allen Disziplinen zu Hause. Hier beweißt er, dass er auch 14/1e meisterlich beherrscht.

Übrigens wiederlegt er an dieser Stelle die These (beispielsweise von John Schmidt - siehe nächstes Video), dass man beim Straight Pool nur dann hohe Serien spielen kann, wenn man schnell spielt. Nicht jeder ist ein Fast-Eddie-Felson.

Hier noch Infos zu Niels Feijen:

John Schmidt 366 ball run

Man nennt John Schmidt auch Mr. 400. Er ist ganz klar ein Straight-Pool-Spezialist, auch wenn er immer wieder mal andere Disziplinen spielt. Taktiklastike Billardspiele liegen ihm aber mehr. So spielt er, wie er im Video ja auch selbst sagt, sehr gerne One Pocket Billiard. Das hat er mit seinem Co-Kommentator im Video, Billy Incardona, gemeinsam.

In diesem Vido könnt ihr sehr viel über die allgemeinen Strategien beim Straight Pool lernen, die da laut Herrn Schmidt wären:

  • Whenever possible, position the ball in the center of the table. "The center of the table is your friend".
  • Play the balls with pocket speed.
  • Paly balls first, that bock a pocket.
  • Always look for an insurance ball.
  • When you got the possibility to create another break ball without getting into trouble do it!
  • Shoot balls that lay at the cushion as soon as possible.
  • Play with an constant rhythm.
  • Stay down and follow through!
  • Position on multiple balls.
  • Don' t break clusters towards other balls.

 

 

  • Positioniere den Ball möglichst in der Tischmitte, wenn du nicht weiter weißt. Die Tischmitte ist dein Freund.
  • Spiele die Bälle mit Lochgeschwindigkeit (pocket speed).
  • Spiel Bälle zuerst, welche die Taschen blockieren.
  • Spiele Bälle, die an der Bande liegen so schnell wie möglich.
  • Versuche einen gleichmäßigen Rhythmus zu finden.
  • Schau, dass du immer einen Ausweichball hast.
  • Geh immer durch den Ball und bleib nach dem Stoß unten.
  • Versuche immer auf mehrere Bälle gleichzeitig zu stellen, wenn das möglich ist (Risikkominimierung!).
  • Keine Pulkus in Richtung auf andere Bälle aufbrechen. Damit schafft man sich nur neue Probleme.
  • etc. (Schaut es euch selbst an, denn John Schmidt kann es euch besser zeigen, als wir es euch erklären können.)

 

Übrigens: Der Tisch auf dem John Schmidt hier spielt ist “a very forgiving one” (siehe die Stelle bei 18:05).

Mehr Infos zu John Schmidt findet ihr unter anderem hier: